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  Schuljahr 2017/18          
             
  Werkrealschule            
                 


  Einmal „Chef/in“ sein …      
         
 

Welche Bewerbungsunterlagen sortieren wir aus? Welchen Bewerber laden wir zu einem Vorstellungsgespräch ein?… Eine kleine Gruppe von Neuntklässlern darf Chef bzw. Chefin spielen und brütet gerade über einem Stapel von Unterlagen. Man versucht gemeinsam zu einer Entscheidung zu kommen. Gar nicht so einfach, einmal „auf der anderen Seite“ zu stehen. „Wir dürfen doch bei unserer Auswahl nicht nach dem Aussehen gehen!“, ruft einer ganz entsetzt in die Runde. Eine rege Diskussion schließt sich an.

30 Neuntklässler durchlaufen im Rahmen des Planspiels „Ready-steady-go – ab in den Job!“ gerade einen von insgesamt acht Workshops zur Berufsbildung und Lebensplanung. Organisiert und veranstaltet wurde dieses wichtige Projekt von den Schulsozialarbeiterinnen der Flattich- und Teichwiesenschule in Kooperation mit Lehrern der Flattichschule.

 
         
 

Etwas nervös und deutlich schicker gekleidet als sonst waren die Neuntklässler am Morgen in der Schule erschienen, um sich verschiedenen praktischen Aufgaben zu stellen; der sog. „Chefsessel“ war nur eine davon. Vor allem das simulierte Vorstellungsgespräch hatte schon im Vorfeld für viel Aufregung gesorgt, denn hier saßen die Jugendlichen echten Personalberatern von Unternehmen aus der Region gegenüber. Neben der Beratung durch eine Vertreterin der Bundesagentur für Arbeit waren noch einige weitere Stationen zu durchlaufen, anhand derer den Schülerinnen und Schülern konkrete Hilfestellungen für den nicht immer einfachen Übergang zwischen Schule und Beruf vermittelt wurden.

In einer großen Feedback-Runde am Ende der Veranstaltung gab es für die Jugendlichen noch einmal Lob, konstruktive Kritik und einige hilfreiche Tipps von Seiten der „Personaler“ und Workshopleiter. „Informiert euch im Vorfeld intensiver über euren Ausbildungsberuf und die Firma, bei der ihr euch bewerben wollt…“ – war nur einer davon. Da nickte der ein oder andere Kandidat etwas zerknirscht.

An dieser Stelle sei den Referenten, Mitarbeitern, Lehrern sowie den Schulsozialarbeiterinnen Christiane Bungert und Heike Richter im Namen der Klassen 9a und 9b noch einmal ganz herzlich für ihr Engagement gedankt.

Zum großen Bedauern aller Beteiligten fand dieses überaus erfolgreiche Projekt, das jahrelang im Rahmen der Berufswegeplanung für die Neuntklässler durchgeführt wurde, aufgrund der Schließung unserer Werkrealschule nun zum letzten Mal statt.

Text und Fotos: Brigitte Wutsch

 
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  > Eindrücke aus dem einwöchigen Berufspraktikum der Klassen 9a und 9b …  

 

 

 

„Bedrückend…“

Für unsere Neunt- und Zehntklässler der Gruppe „Katholische Religion“ war dies kein Ausflug im herkömmlichen Sinne, nein, eher ein Lerngang, der alle sehr nachdenklich stimmte: Mit ihrer Lehrerin Eva Rogale besuchten sie im Rahmen der Unterrichtseinheit „Kirche im Nationalsozialismus“ vergangene Woche die KZ-Gedenkstätte in Vaihingen/Enz, wo zwischen 1944 und 1945 ungefähr 1700 Menschen Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes wurden.

Albrecht Wittmann, seit Jahren in der Besucherbetreuung der Gedenkstätte tätig, gab den interessierten Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des ehemaligen Lagers und des angrenzenden Friedhofs.

 
     
         
 

Über einen Steg gelangten die Jugendlichen zu den denkmalgeschützten Fundamenten der ehemaligen „Bade- und Entlausungsbaracke“. Die Fundamente sind mit einer einfachen Holzhalle überbaut, in der eine audiovisuelle Medieninstallation gezeigt wurde. „Es war ganz komisch, in dieser kalten Halle zu stehen und diese schlimmen Bilder zu sehen. Irgendwie total bedrückend…“ Zu Fotos der Häftlinge werden in dieser Installation Zeilen aus den Originalbriefen der Insassen vorgelesen und durch Bildercollagen erfahren die Besucher einiges über die schrecklichen Schicksale der Gefangenen.

Ein ehemaliger Luftschutzstollen und der KZ-Friedhof waren die nächsten Stationen für die Gruppe.
„Zum Schluss haben wir auf dem Friedhof noch eine Schweigeminute abgehalten…“
Welch wichtige Erfahrung für unsere Schülerinnen und Schüler. Und so nah.

Brigitte Wutsch

 

 

 

 

Flattichschule gestaltet Feier zum Volkstrauertag

   
 

Dass nie eine Mutter mehr
ihren Sohn beweint

Diese Zeilen aus der Nationalhymne der DDR zitiert Bürgermeister Dr. Joachim Wolf zu Beginn der Feierstunde zum Volkstrauertag in Münchingen. Er fand sie auf einer Gedenktafel bei einem Massengrab auf dem Friedhof Golm an der deutsch-polnischen Grenze auf der Insel Usedom. Noch im März 1945, kurz vor Kriegsende, bombardierten amerikanische Flugzeuge die Insel. Über 20.000 Menschen kamen ums Leben. Sie waren aus den Ostgebieten dorthin geflüchtet und wähnten sich in Sicherheit. Sie wurden anonym auf dem Hügel in Golm begraben. Die Verbindungen mit Polen thematisiert auch die Ethikklasse der Flattichschule in ihrem Beitrag.

Die SchülerInnen nähern sich dem Thema über das Essen an: Maultaschen aus dem Schwabenland und Piroggen aus der polnischen Küche sind in ihrer Konsistenz und ihrem Geschmack sehr ähnlich. Über Essen ist schnell eine Verbindung zu fremden Menschen hergestellt. Aber auch im Sport findet die Ethikklasse Spuren nach Polen: der Basketballstar Marcin Gortat wurde in Lódz geboren. Seit vier Jahren steht er bei den Washington Wizards unter Vertrag.

 
     
   
   
 

Lódz war die erste Stadt in Osteuropa, mit der Stuttgart 1988 eine Städtepartnerschaft aufbaute. Die SchülerInnen fanden auf ihren Streifzügen durch Stuttgart das Wappen dieser Stadt auf der Königstraße. Was hat die Städtepartnerschaft mit Lódz mit dem Nordbahnhof in Stuttgart zu tun, fragen die Schülerinnen und Schüler. Sie berichten in ihrem Beitrag, dass vom Nordbahnhof Stuttgart die Züge in die Todeslager nach Polen losfuhren. Heute zeugen Gedenktafeln mit den Namen der Ermordeten von diesem Unrecht. Und auch von Lódz aus ließen die Deutschen Züge in die Vernichtungslager fahren.

Damit schließt sich der Kreis, den die SchülerInnen an diesem Volkstrauertag skizzieren. Was aber bleibt als Erkenntnis aus all diesen Beobachtungen? Sie fassen es in einem Satz des Religionsphilosophen Martin Buber zusammen: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“.

Michael M. Seehoff, www.lerchenflug.de

 
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Lust auf Technik

     
„Lust auf Technik“ stand für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b beim Besuch der Messe Stuttgart rund um Modellbau und Elektronik am vergangenen Donnerstag auf dem Programm. In acht verschiedenen spannenden Workshops bot sich ihnen die Gelegenheit, ihr technisches, naturwissenschaftliches Verständnis und ihr handwerkliches Geschick zu erproben. Besonders begeistert waren sie von ihrem selbstgebauten „Putzroboter“ - einem Spülbürstenaufsatz, der mit Hilfe eines kleinen Elektromotors problemlos über die Tischplatte und den Boden flitzte. In der anschließenden Freistunde ließen sich Schüler und Lehrer davon beeindrucken, welche technischen Gerätschaften zur Freizeitgestaltung inzwischen auf dem Markt angeboten werden.
         
 

Wolfgang Werner

 
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Bahn frei!

     
   
         
 

„Freie Bahn“ im wahrsten Sinne des Wortes hatten unsere Werkrealschüler letzten Freitag in der „ Eiswelt Stuttgart “ auf der Waldau, denn zu Beginn konnten sie sich auf der großen Fläche fast ganz allein austoben. Was für ein Gefühl! Obwohl dieser Idealzustand nicht sehr lange anhielt, kamen doch alle voll auf ihre Kosten und drehten Runde um Runde zur Musik – manche eher vorsichtig, andere schon gekonnt, manche zu zweit, zu dritt oder gar zu viert, andere als Solisten. Wieder aus den eng geschnürten Schlittschuhen herausgestiegen, fühlten sich die Straßenschuhe plötzlich fast federleicht an. Ein schöner eisiger Vormittag war zu Ende gegangen.

Brigitte Wutsch

 
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  Mit QR Codes Münchingen entdecken      
         
 

Zwei QR Codes, vor kurzem angebracht am Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischsten Gewaltherrschaft auf dem Friedhof in Münchingen, erzählen persönliche Geschichten zur Weltgeschichte. Diese Codes wurden von Flattichschülern gestaltet und mit Inhalt gefüllt und berichten von zwei Münchinger Bürgern, Maria Haun und Jakob Hönes, deren Schicksal durch die letzten beiden Weltkriege bestimmt wurde. Herr Brunotte, der Stadtarchivar, ließ die Geschichte der beiden Münchinger bei seiner Würdigung vor Ort Revue passieren:

 

„Jakob Hönes, der junge Münchinger Familienvater, der 1915 auf den Schlachtfeldern Nordfrankreichs wie Millionen andere einen sinnlosen Tod starb und durch einen „archäologischen Zufall“, dem Vergessen entrissen wurde, war beispielsweise ein Thema, das die Schüler aufgriffen. Auch Maria Haun, das behinderte Mädchen, deren junges Leben die Nationalsozialisten als „lebensunwert“ einstuften und die in Grafeneck den Gastod erleiden musste, erhielt durch ihre heutigen Münchinger Altersgenossen aus der Flattichschule wieder eine Stimme. Diese Stimme, und mit ihr die Stimmen aller anderen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, sollen weitergetragen werden. Dazu dienen diese auf Deutsch, Englisch und Türkisch verfassten Codes, die auch besonders unsere türkischsprachigen Mitbürger erreichen sollen.“

Die Schüler sowie ihre Lehrerin Dagmar Müller-Buchalik bedanken sich beim Stadtarchivar Herrn Brunotte für die fundierte Unterstützung sowie bei Herrn Siegel, dem Fachbereichsleiter für Steuerung und Service der Stadt Korntal-Münchingen und dem Schulleiter der Flattichschule Herrn Peters für die endgültige Realisierung des Projekts. Die Codes können mit einer passenden Scan App geöffnet werden.

Dagmar Müller Buchalik

       
  Bericht dazu aus der Ludwigsburger Kreiszeitung:
> „Moderner Zugang in die grausame Vergangenheit“
  > Film dazu  
     
     
 
 
     

 

 

 

Bundesjugendspiele Leichtathletik 2018

   
   
         
 

Nachdem die Bundesjugendspiele der Flattichschule bereits Anfang Juni erfolgreich durchgeführt worden waren, fand in der ersten Juliwoche nun die feierliche Urkundenverleihung statt. So wurden die sportlichen „Superstars“ der Flattichschule im Beisein ihrer Klassenkameraden in der Albert-Buddenberg-Halle geehrt. Schulleiter Jürgen Peters überreichte den jeweils drei besten Schülerinnen und Schülern aus den dritten und vierten Klassen der Grundschule sowie aus der Werkrealschule ihre Ehrenurkunden, wofür es einen donnernden und wohlverdienten Applaus gab.

 
     
 

Die Spitzensportler unserer Grundschule sind Nina H.(4b), Leni W. (4c), Jasmin F. (4c), Ben R. (4b), Vincent W. (4c) und Finn P. (3c). Aus unserer Werkrealschule wurden Jennifer F. (9a), sowie Niklas B. (9a) und Anton W. (9a) ausgezeichnet.

Herzlichen Glückwunsch!

Silke Förster

 

 

 

 

„Weil ich will, dass das hier für immer unvergessen bleibt…“

 
     
   
     
     
 

Wochenlang hatten unsere Neunt- und Zehntklässler ihre gemeinsame Abschlussfeier geplant und mussten danach natürlich einige anstrengende Proben bei wahrlich tropischen Temperaturen in den Klassenzimmern durchlaufen, bevor sie schließlich stolz und elegant gekleidet am vorletzten Freitag paarweise in die festlich dekorierte Albert-Buddenberg-Halle einzogen, wo sie mit einem herzlichen Applaus von den zahlreichen Gästen empfangen wurden.

Im ersten und offiziellen Teil des Abends überreichte Schulleiter Jürgen Peters gemeinsam mit den Klassenlehrern Wolfgang Werner (9a), Miljana Marijanovic (9b) und Brigitte Wutsch (10) die Abschlusszeugnisse an alle Prüfungsabsolventen. Auch ließen es sich die Schüler nicht nehmen, ihren Klassen- und Fachlehrern mit persönlichen Geschenken für deren unermüdliche Arbeit zu danken. Nach einem reichhaltigen Buffet folgte ein buntes Programm mit szenischem Spiel, Fotoshows, musikalischen Beiträgen und einem Tanz. An dieser Stelle sei auch allen Eltern gedankt, die die Klassen sowohl an diesem Abend als auch in den vorangegangenen Schuljahren so tatkräftig unterstützt haben.

Im Text des gemeinsamen Abschlusslieds „Nie zu Ende“ konnten sich dann sicherlich viele Schüler wiederfinden: „Erinner´ mich nie mehr – an eine andere Zeit – weil ich will, dass das hier – für immer unvergessen bleibt“…
Vergessen werden unsere Neunt- und Zehntklässler ihre Jahre an der Flattichschule und diese Abschlussfeier ganz bestimmt nie mehr.

Und doch ist dieser Abend für viele Schüler auch mit der Sehnsucht nach einem Neuanfang verknüpft – einem Neuanfang in einer weiterführenden Schule, in der Ausbildung oder im Freiwilligen Sozialen Jahr. Doch egal, welche Abenteuer das Leben für sie bereithalten wird: Wir wünschen unseren Schülern alles erdenklich Gute auf ihrem weiteren Weg!

Brigitte Wutsch

 
     
 

Folgende Schüler/innen haben die Hauptschulabschlussprüfung mit Erfolg abgelegt:

Antonino Barone, Francesco Basile, Marius Betz, Niklas Bezerma, Aurora Ivana Bossio, Kadir-Can Celebi, Valentina D´Atri, Jennifer Fischer, Celine-Sophie Gail, Kudsi Güngören, Michelle Hadrath, Emelie Hinrichs, Ibrahim Karaman, Nico Kaufhold, Jan Kretzschmar, Justin Krieg, Moritz Mannal, Arianit Memaj, Luca Militano, Anes Mujcinovic, Alina Pawlowski, Alessio Russo, Niclas Scholz, Francesca Seyeddarkhah, Nicol Matea Simic, Katerina Solomonidou, Jessica Urzi, Anton Walter, Selman Yildiz

Eine Belobigung erhielten: Jan Kretzschmar, Luca Militano (9a), Kadir-Can Celebi, Kudsi Güngören, Moritz Mannal, Francesca Seyeddarkhah, Nicol Matea Simic (9b), Celine-Sophie Gail (10)
Einen Leistungspreis erhielten: Michelle Hadrath und Alina Pawlowski (9a)
Einen Klassensozialpreis erhielt Francesco Basile (10).

 
     
 

Folgende Schüler/innen haben den Werkrealschulabschluss erfolgreich bestanden:

David Abrell, Elif Boynuegri, Esma Betül Karaman, Moesha Naoual Kedal, Maximilian Kraus, Michelle Mogus, Jana-Melina Osmic, Robin Rudeck, Katharina Seeger, Karla Matea Simic, Sebastian Venditti, Melike Yolcu

Eine Belobigung erhielten: David Abrell, Elif Boynuegri, Katharina Seeger, Sebastian Venditti (10)
Mit einem Leistungspreis ausgezeichnet wurde Karla Matea Simic (10).