Archiv

           
                 
                 
  Schuljahr 2018/19          
             
  Werkrealschule            
                 


 

 

  Menschenrechte und Vielfalt        
       
   
  Foto: M. Seehoff  
     
 

Am Volkstrauertag wird den Opfern von Kriegen, Terrorismus und politischer Verfolgung gedacht. Sardar aus Klasse 10 liest anlässlich dieses Gedenktages in der Aussegnungshalle in Münchingen aus dem Artikel 2 der Menschenrechte der Vereinten Nationen laut, deutlich und betont vor: „Niemand darf diskriminiert werden!“ Und er führt weiter aus: „Diskriminiert heißt ungerecht und grundlos unterschiedlich behandelt zu werden. Ich komme aus dem Nordirak, habe einen irakischen Pass und spreche neben meiner Muttersprache kurdisch, arabisch, persisch, deutsch und englisch.“

Lumturije und Arbresha stellen Artikel 3 vor. “Jeder hat ein Recht auf Leben“. Sie erklären diesen Artikel an Beispielen aus der deutschen Geschichte. Der Nationalsozialismus achtete das Recht auf Leben NICHT. Es wurden in dieser Zeit 6 Millionen Menschen getötet. Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende und behinderte Menschen. Darunter war auch Maria Haun aus Münchingen.

Lumturije wurde in Italien geboren und hat einen mazedonischen Pass, Arbresha hat einen kosovarischen Pass. Anes, geboren in Bad Cannstatt, mit einem albanischen Pass ausgestattet, verdeutlicht Artikel 15: „Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit entzogen werden oder das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.“

Konzentriert vernahmen die zahlreichen Besucher in der Aussegnungshalle weitere Artikel zu den Menschenrechten. Umrahmt wurde die Gedenkfeier, die 20 Schüler der Flattichschule gestalteten, mit einem gekonnten Kontrabassvortrag von Caroline aus Klasse 4c.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Schüler/innen der römisch-katholischen Religionsklasse 10ab unter der künstlerischen Leitung von Eva Rogale für die beeindruckende Anfertigung der Großbuchstaben zum Wort „Vielfalt“ sowie des übergroßen Spruchbandes „Menschenrechte“. Joudi, die den einleitenden Text zu den Menschenrechten vortrug, stellte sich nach den Schülerpräsentationen vor: „Mein Name ist Joudi, ich wurde in Kuwait geboren, habe einen syrischen Pass, spreche arabisch, deutsch und englisch und…“ - nach einem kurzen Zögern - „VIELFALT tut gut!“

Dagmar Müller-Buchalik

 
  > zur Fotogalerie  
     
  > Film dazu  

 

 

  Pasta mit Soße geht immer!      
       
   
     
 

Am Dienstag, den 20. November 2018 wurde nach einer langen Planungs- und Bauphase die neue Mensa auf unserem Schulgelände hochoffiziell und feierlich eröffnet. Kurzweilige Reden und unterhaltsame Schülerbeiträge trugen dazu bei, dass das Warten auf das köstliche Buffet keinem der Gäste schwerfiel.

Die neuen und hellen Räumlichkeiten wurden von den Kindern schon vom ersten Tag an begeistert angenommen und inzwischen ist für sie nur noch eines wichtig: Was gibt´s heute Gutes zu essen? „Pasta und Soße“ steht laut Betriebsleiterin Regina Beilhardt ganz oben auf der Beliebtheitsliste und geht immer. Na dann, guten Appetit!

Text und Fotos: Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

Zum letzten Mal eisig …

     
   
     
 

Da waren wir doch tatsächlich am Montag vor den Weihnachtsferien die Ersten auf dem frisch gemachten Kunsteis in der „Eiswelt Stuttgart“ auf der Waldau! Unsere Zehntklässler stürzten sich daher sofort hochmotiviert auf die anfangs noch ungewöhnlich freie Fläche und drehten strahlend ihre Runden zu Musik und Lightshow. Dass einige unsichere Läufer zu Beginn noch an der Bande klebten und eher im Schneckentempo vorankamen, tat der Begeisterung keinerlei Abbruch und man sah den Jugendlichen an, wie viel Freude sie wieder an ihrer traditionellen „Flattich-on-Ice-Party“ hatten.
Diesmal heißt es aber leider nicht mehr „Bis zum nächsten Jahr!“, denn im nächsten Jahr wird es zu unserem großen Bedauern die Flattich-Werkrealschule in Münchingen nicht mehr geben. Wahrlich „eisige“ Aussichten.

Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

Von null auf fünf

     
  Ein wahrhaft ambitioniertes Unterfangen: Würden sich für die in diesem Schuljahr angebotene Lauf-AG willige Zehntklässler/innen unserer Schule finden lassen, die zweimal pro Woche nach dem Unterricht bereit wären, regelmäßig zu trainieren, um dann nach einem halben Jahr eine Strecke von fünf Kilometern durchzujoggen?  
     
   
     
 

Die AG-Leiterinnen Antje Engelhardt und Miljana Marijanovic waren erstaunt: Aus beiden Parallelklassen gab es tatsächlich mehrere hochmotivierte Interessenten, die sich jeweils dienstags und freitags nachmittags von der Schule aus in Richtung der Münchinger Felder auf den Weg machten. Zunächst war ein sog. „Intervalltraining“ angesagt: Zweiminütiges Gehen und vierminütiges Joggen im Wechsel. Bei Wind und Wetter wurde trainiert und im Laufe der Zeit bemerkten selbst die anfänglich noch ganz Untrainierten eine Leistungssteigerung an sich selbst. Manch einer, der sich zu Beginn völlig überschätzt hatte, kam beim Laufen schnell an seine Grenzen und musste lernen, seine Kräfte richtig einzuteilen.

Kurz vor den Weihnachtsferien dann die „Feuertaufe“: Wer würde den „5-Kilometer-Medaillen-Lauf“ schaffen? Der harte Kern der Lauftruppe war angetreten und motivierter denn je. Und obwohl es just an diesem Tag besonders kalt war, legten sich alle ins Zeug, gaben ihr Bestes, kämpften und liefen und liefen – angefeuert von den Klassenkameraden – die zu Beginn der AG anvisierte 5-Kilometer-Strecke durch. Geschafft! Gekrönt wurde diese Leistung zwar mit Schokomedaillen und Urkunden, doch viel wichtiger für unsere Läufer war die Tatsache, dass sie ihre Kondition und Ausdauer merklich verbessert und die vielen Wochen eisern durchgehalten hatten. Dabei war auch der Spaß in der Jogger-Truppe nie zu kurz gekommen. Einige Zehntklässler wollen das Joggen nun auch im privaten Bereich weiterführen. Von null auf fünf und noch viel mehr erreicht. Gratulation! Ihr könnt stolz auf euch sein.

Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

Hilfe für „Scheich Abdullah“

     
   
     
     
 

In den Räumen des Bürgertreffs Korntal gingen an zwei Tagen im Februar recht sonderbare Dinge vor sich, denn die Zehntklässler der Flattichschule hatten eine auf den ersten Blick sehr sonderbare Mission zu erfüllen: Es galt für „Scheich Abdullah Matmali“  ein Wüstenfahrzeug zu konstruieren, eine Gebrauchsanweisung dafür zu verfassen, einen pfiffigen Werbeslogan zu kreieren und das Fahrzeug schließlich so zu präsentieren, dass der Scheich gar nicht würde umhin können, das Gefährt für seine nächste Wüstenrallye zu ordern. Und obwohl allen Gruppen zwar sehr ungewöhnliches aber genügend und identisches Material zur Verfügung stand und es ihnen an kreativen Ideen nicht mangelte, gab es doch einen dicken Haken: Alle Fahrzeuge mussten gleich aussehen und das, obwohl die nach dem Zufallsprinzip zusammengestellten Teams während der Arbeitsphase keinerlei Kontakt  zueinander haben durften. Lediglich einem „Abgesandten“ pro Gruppe war es erlaubt, sich zu festgelegten Zeiten mit den anderen „Abgesandten“ zu treffen und sich mündlich kurz über die Pläne der anderen auszutauschen.

Nur Spaß? Nein. Die Schulsozialarbeiterinnen Christiane Bungert und Heike Richter hatten sich bei diesem Projekt zum Thema „Sozialkompetenz“ einiges einfallen lassen und wieder viel Zeit und Mühe in die Ausarbeitung und Vorbereitung dieses Planspiels gesteckt. Teamfähigkeit, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Zeitmanagement und vieles mehr war da gefragt. Bei den abschließenden Präsentationen gab es erwartungsgemäß eine Menge zu lachen, doch wurde in der nachfolgenden Gesprächsrunde auch klar, dass es bei der ein oder anderen Kompetenz noch einiges zu verbessern gilt.  Zu erwähnen sei noch, dass sich Scheich Abdullah ob der vielen kreativen Präsentationen einfach nicht entscheiden konnte.

Die Klassen 10a und 10b bedanken sich hiermit noch einmal ganz herzlich bei Christiane Bungert und Heike Richter für dieses kurzweilige und lehrreiche Projekt.

Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

Närrische Premiere

     
   
     
 

Aus sämtlichen Ecken strömten sie und formten schließlich eine bunte Endlos-Polonaise durchs Schulhaus bis in die Aula: Die Einhörner, Piraten, Zauberer, Prinzessinnen, Gespenster, Cowgirls und Cowboys, Tiger, Esel, Bären, Hawaiimädchen und Clowns. Zum ersten Mal in der Geschichte der Schule – wahrhaft eine Premiere - waren diesmal wirklich ALLE auf den Beinen. Die Schüler/innen und Lehrer/innen der Klassen 1-10 der Flattich- und der Strohgäuschule hatten von Schulleiter Wolfgang Werner – selbst perfekt als „Wilder Kerl“ verkleidet – über den Schullautsprecher das Zeichen zum Aufbruch erhalten und los ging´s zu den Klängen von „Rucki Zucki“ oder „Hockey Cockey“. Unsere „Mini-Narren“ erwiesen sich dabei als ziemlich konditionsstark und stimmkräftig und zogen nach diesem besonderen Schultag vergnügt in die Ferienwoche.

Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

„Bumm zack – bumm bumm zack!“…

     
   
     
 

Laut skandiert Uwe Pfauch diesen rhythmischen Baustein immer und immer wieder in die Runde der fast 50 Kinder, die hochmotiviert und hochkonzentriert im Kreis vor ihm auf ihren Cajons sitzen und eben diesen „Kistentrommeln“ jeweils zwei verschieden hohe Töne entlocken und dabei im Takt bleiben sollen: „Bumm zack – bumm bumm zack!“ Tief – hoch – tief tief hoch. Rechts- links – rechts rechts links. Innerhalb kürzester Zeit sind fast alle synchron, genießen die Dynamik dieses Gemeinschaftserlebnisses, lassen sich von den eingängigen Rhythmen mitreißen und sind schon bald bereit für den nächsten Schritt: Das Spielen der erlernten Arrangements zu Songs aus verschiedenen Stilrichtungen: „We will rock you“, „Jambo Mambo“, „Schnappi“, „Gummibär“ sowie beispielsweise „Uptown Funk” bieten die perfekte Grundlage für das gemeinsame Musizieren im Klassenverband. Begeisterung pur im Musiksaal.

Eine Woche lang war Uwe Pfauch, studierter Schlagzeug- und Percussionslehrer, zu Gast in der Flattichschule und führte für sämtliche Klassen von 1-10 in je zwei Unterrichtsstunden seine ganz besonderen Trommel-Workshops durch, die den Teilnehmern schnelle Lernerfolge ermöglichten - und das ganz ohne musikalische Vorkenntnisse. Durch seine feinfühlige, geduldige und lustige Art schaffte er es zudem ohne Probleme, die Schüler/innen von der ersten Sekunde an in das Musikgeschehen zu integrieren.  Und nicht nur Cajons hatte er im Angebot. Auch die sog. „Boomwhackers“ – unterschiedlich lange, bunte Kunststoffklangstäbe - wurden zur Freude der Kinder in den Kursen eingesetzt.

Beim einstündigen großen Finale am Freitag durften dann alle unsere frischgebackenen „Percussionisten“ ihr Gelerntes vor ca. 150 Zuschauern auf der Bühne in der Albert-Buddenberg-Halle vorführen. Was für ein tolles Gemeinschaftserlebnis für unsere Schüler/innen! Was für eine Stimmung! Wie am Schnürchen liefen die Auftritte der verschiedenen Klassen ab, im Saal wurde aus voller Kehle mitgesungen, mitgeklatscht und auch das Publikum wurde komplett miteingebunden.

„Hat´s euch Spaß gemacht?“, rief Uwe nach dem Abschlusskonzert von der Bühne aus in den Saal. Wie nicht anders erwartet tönte es lautstark zurück: „Jaaaaaaa!“

Ein herzliches Dankeschön geht an Uwe Pfauch für sein großes Engagement in dieser ganz besonderen „Flattich-Trommelwoche“ sowie an den Förderverein der Flattichschule, der dieses Projekt freundlicherweise finanziert hat.

Brigitte Wutsch

 
  > zur Fotogalerie      

 

 

 

„So wie jetzt wird´s nie wieder sein…“

 
         
   
     
 

„… lass dich einfach aufs Leben ein…“: Aus vollem Hals sangen unsere Zehntklässler/innen auf der Bühne der Albert-Buddenberg-Halle ihren Abschlusssong, bevor ein bunter Konfettiregen auf ihre Köpfe niederging und sie sich gegenseitig erleichtert, lachend und zugleich traurig in die Arme fielen.

Viel Zeit und Mühe hatten sie in die Vorbereitung ihrer Abschlussfeier investieren müssen, bevor sie am letzten Freitagabend schließlich stolz und elegant gekleidet paarweise in den Saal einmarschierten.

Im offiziellen Teil überreichte Rektor Wolfgang Werner zusammen mit den Klassenlehrerinnen Antje Engelhardt, Miljana Marijanovic und Brigitte Wutsch die Abschlusszeugnisse an unsere Schulabgänger. Auch ließen es sich die Schülerinnen und Schüler nicht nehmen, ihren Klassen- und Fachlehrern sowie allen weiteren schulischen Wegbegleitern mit persönlichen Geschenken für deren unermüdliche Arbeit zu danken. Nach einem kleinen Buffet folgte ein buntes und unterhaltsames Programm mit szenischen Darstellungen, Liedern und Tänzen.

„So wie jetzt wird´s nie wieder sein…“ Traurigerweise stimmt dieser Liedtext dieses Jahr in doppelter Hinsicht, denn zum einen haben sich unsere Zehntklässler/innen nun endgültig von ihrer Schule verabschiedet und zum anderen stellte dieser Abend leider auch den Abschied von der Werkrealschul-Ära in Münchingen dar.

„So wie jetzt wird´s nie wieder sein.“ Das ist wohl wahr, aber viel Spannendes und Schönes wird noch auf die Schülerinnen und Schüler zukommen und in diesem Sinne wünschen wir ihnen alles erdenklich Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Brigitte Wutsch

 

Folgende Schüler/innen der Klassen 10a und 10b haben die Hauptschulabschlussprüfung mit Erfolg abgelegt:

Elma Ademi, Abbas Aljadaan Alhaj, Lumturije Bedjeti, Nicolas D´Antuono, Tomislav Dzojic, Sardar Halo, Joudi Habbab, Onur Kara, Arnela Mahic, Arbresha Mustafa und Nikolaj Sinik.

Eine Belobigung erhielt Arnela Mahic.

Folgende Schüler/innen der Klassen 10a und 10b haben den Werkrealschlulabschluss erfolgreich bestanden:

Niklas Bezema, Viktor Blazheski, Kadir-Can Celebi, Valentina D´Atri, Kudsi Güngören, Michelle Hadrath, Nico Kaufhold, Meliha Mahic, Moritz Mannal, Arianit Memaj, Luca Marco Militano, Alina Pawlowski, Fabian Rotter, Alessio Russo, Francesca Seyeddarkhah, Nicol Matea Simic, Anton Walter, Selman Yildiz

Eine Belobigung erhielten Meliha Mahic und Alina Pawlowski (Kl. 10a) sowie Kudsi Güngören, Francesca Seyeddarkhah und Nicol Matea Simic (Kl. 10b). Einen Leistungspreis erhielten Michelle Hadrath (10a) sowie Kadir-Can Celebi (Kl.10b).
 
     
  > zur Fotogalerie